Porta Maggiore
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Rome, Italy

Porta Maggiore

Всемирное наследие ЮНЕСКО
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About the Object

Year Built

52

Architectural Style

Ancient Roman

Address

Piazza di Porta Maggiore, Roma

Object Type

Architectural Monument

Gallery (1)

Pavel Kos
Pavel Kos
8/12/2026🇷🇺 RU
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Porta Maggiore: Das Tor, das eigentlich ein Aquädukt ist

Wenn man auf dem Platz steht, sieht man etwas, das wie ein doppeltes Stadttor aus weißem Travertin aussieht. Ein Irrtum, und zwar ein sehr alter. Die Bögen der Porta Maggiore waren ursprünglich kein Teil der Stadtmauer. Es handelt sich um ein Aquädukt, das im Jahr 52 n. Chr. von Kaiser Claudius erbaut wurde. Die Bögen wurden benötigt, um Wasser über zwei Straßen zu leiten – die Via Labicana und die Via Prenestina –, die aus Rom nach Süden führten. Das Tor entstand durch Zufall: Etwas mehr als zweihundert Jahre später zog Aurelian hier seine Stadtmauer und integrierte das fertige Bauwerk darin, genau so, wie er auch die Cestius-Pyramide in die Mauer einbezog. Blicken Sie nach oben auf die Oberseite der Bögen. Dort verlaufen im dichten Mauerwerk separate Kanäle – zwei verschiedene Wasserleitungen in einem Bauwerk: die Aqua Claudia und ihr Abzweig, das Aquädukt Neros. Auf dem Stein haben sich Inschriften aus der Zeit des Claudius erhalten, ergänzt durch Inschriften von Vespasian und Titus; spätere Reparaturen wurden signiert, genau wie man es heute noch tut. Und nun senken Sie den Blick. Unter dem Tor ist ein Stück antikes Pflaster erhalten geblieben: große Basaltplatten mit tiefen Rillen. Es sind Wagenspuren, die über Jahrhunderte eingedrückt wurden. Straße und Aquädukt stehen hier dicht beieinander, und beide erzählen dasselbe: Rom wurde nicht durch Gebäude zusammengehalten, sondern durch Nachschublinien. Man muss den Maßstab erwähnen. Die Aqua Claudia erstreckte sich über achtundsechzig Kilometer, von denen mehr als fünfzehn oberirdisch auf Bögen verliefen. Diese Arkaden schreiten noch heute über die römische Campagna und sind zu ihrem Markenzeichen geworden; nach diesem Wasser ist bis heute ein beliebtes Mineralwasser benannt. Insgesamt mündeten an der Porta Maggiore sechs Aquäduktleitungen aus verschiedenen Quellen in die Stadt. Und so endete das Ganze – in der am meisten unterschätzten Katastrophe der Stadtgeschichte. Im Jahr 537 schnitten die Goten die römischen Wasserleitungen ab. Sie verbrannten keine Tempel, zerstörten nicht das Kolosseum – sie ließen die Stadt einfach ohne Wasser zurück. Die Bevölkerung Roms sank danach um neunzig Prozent. Das ist es, was man mitnehmen sollte, wenn man die unauffälligen Bögen inmitten des geschäftigen Platzes betrachtet. Das Imperium wurde nicht von Marmor und Gewölben ernährt, sondern von Wasser und Straßen. Solange diese funktionierten, funktionierte alles andere auch; als sie gekappt wurden, verwandelte sich eine Millionestadt innerhalb weniger Jahrzehnte in ein Dorf zwischen Ruinen, und die Caracalla-Thermen standen noch im selben Jahr still.

AI translation · 🇩🇪 DE

#Древний Рим#Античность#Рим

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Construction Materials

SteinBeton