U-Bahn-Station „Prospekt Kosmonavtov“ (oder „Kosmonavtlar“)
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Tashkent, Uzbekistan

U-Bahn-Station „Prospekt Kosmonavtov“ (oder „Kosmonavtlar“)

Всемирное наследие ЮНЕСКО
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About the Object

Architect

S. Sutyagin, S. Sokolov; Constructor: A. Braslavsky, A. Kedrin, A. Gan

Year Built

1984

Architectural Style

Modernism

Address

Cosmonauts Square, Yunus Rajabi mahalla, Yakkasaray District, Tashkent, 100000, Uzbekistan

Object Type

Railway Station

Gallery (3)

Pavel Kos
Pavel Kos
3/29/2026🇬🇧 EN
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Metrostation „Kosmonavtlar“ (Kosmonauten-Prospekt)

Wenn Sie zur Station „Kosmonavtlar“ hinabsteigen, bereiten Sie sich auf eine kleine intergalaktische Reise vor. Dieses Projekt, das von 1981 bis 1984 gebaut wurde, wurde persönlich vom Republikchef Scharaf Raschidow genehmigt. Die Idee, die Station dem Kosmos zu widmen, kam sehr gelegen: Gerade 1981 absolvierte der aus Usbekistan stammende Kosmonaut Wladimir Dschanibekow seinen zweiten Flug. Die Architekten Sergo Sutjagin und S. Sokolow bauten das Konzept auf einem schönen Kontrast auf. Oben, in den oberirdischen Vestibülen, empfängt Sie die „sonnige Erde“ mit einer Verkleidung aus warmem, hellem Travertin. Doch sobald Sie zur Plattform hinabsteigen, finden Sie sich im kalten, faszinierenden Raum des Kosmos wieder. Übrigens, wenn Sie durch den unterirdischen Gang gehen, achten Sie auf die Verkleidung: Der Rhythmus ihres Musters ist nach der Fibonacci-Folge aufgebaut. Das Hauptmerkmal der Plattform ist der atemberaubende Farbverlauf an den Bahnsteigwänden. Dafür wurden spezielle Keramikelemente gefertigt, deren Farbe sanft von zartem Blau zu einem tiefen Ultramarin übergeht. Dieser Farbverlauf erzeugt ein vollständiges Gefühl der Unendlichkeit, die sich in der Dunkelheit auflöst. Blicken Sie nach oben: Die Decke wird von einem leuchtenden Streifen aus durchbrochenem Glas durchschnitten. Dies ist die Milchstraße, geschaffen vom Künstler Arnold Gan. Und die Gewölbe der Station werden sanft von runden Säulen aus Gussglas getragen, die effektvoll von innen beleuchtet sind. Ursprünglich wollten die Architekten Neon und Edelstahl verwenden, entschieden sich aber letztendlich für edle Klassiker: Glas, sorgfältig ausgewählten Marmor und Granit. Entlang der Wände befinden sich runde Nischen-Bullaugen mit Fresken des Künstlers A. Kedrin. In ihnen ist die gesamte Geschichte des Fluges menschlichen Denkens verschlüsselt: vom mythischen Ikarus und dem mittelalterlichen Astronomen Ulugbek bis zu Juri Gagarin. Übrigens, mit diesen Bullaugen ist eine lustige Geschichte verbunden. In frühen Skizzen wollten die Autoren sie konvex gestalten, mit einem teleskopischen Effekt. Doch die strengen Ingenieur-Technologen lehnten die Idee ab: Es stellte sich heraus, dass solche Vorsprünge beim Schwanken eines vorbeifahrenden Zuges gefährlich wären. Letztendlich wurden die Bullaugen konkav in die Wand eingelassen. Die Metrostation „Kosmonavtlar“ ist ein anerkanntes Meisterwerk. Ende der 80er Jahre erklärten Taschkenter Architekten sie in einer anonymen Umfrage einstimmig zur schönsten Station der Stadt. Und im Frühjahr 2024 erhielt sie zu Recht den offiziellen Status eines geschützten Kulturerbeobjekts.

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