
Architects: R. Khayrutdinov, F. Tursunov, B. Devlikamova, E. Plotsman, B. Tasman
1974
Modernism
Exhibition hall Uzbek Academy of Arts, 40, Sharaf Rashidov Street, Yunus Rajabi mahalla, Yakkasaray District, Tashkent, 100000, Uzbekistan
Museum
Vor uns liegt die Zentrale Ausstellungshalle der Akademie der Künste, eines der标志artigsten Gebäude der Hauptstadt. Die Idee zu ihrem Bau entstand in einer schwierigen Zeit für die Stadt, unmittelbar nach dem verheerenden Erdbeben von 1966, als viele Kreativverbände Taschkents ihre Räumlichkeiten verloren hatten. Das Gebäude wurde ab 1969 projektiert, und die ersten Ausstellungen öffneten hier im Oktober 1974. Der Prozess der Erstellung des technischen Projekts verlief in Rekordzeit. Dem Chefarchitekten Rafael Chairutdinow half aktiv seine Frau Firuza, die die äußerst schwierige Arbeit an den Modellen übernahm. Das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes wird durch eine mächtige und dennoch optisch leichte Arkade geprägt. Achten Sie auf die Form dieser rhythmischen Falten: Sie verweisen auf die klassischen Spitzbögen der islamischen Architektur. Die Ingenieure wandten jedoch einen unkonventionellen konstruktiven Kniff an. Die Bogenhälften treffen sich oben nicht in einem einzigen Schlussstein; zwischen ihnen wurde ein Spalt gelassen. Dank dieser offenen Silhouette verliert das schwere Stahlbetongebäude seine visuelle Schwere. Die Fassade selbst erfüllt gleich zwei Funktionen: Sie ist sowohl ein praktischer Sonnenschutzgitter (Pandschara) als auch eine großflächige dekorative Blende. Wenn man das Relief genauer betrachtet, erkennt man ein stilisiertes Ornament in Form geöffneter weißer Baumwollkapseln. Sie bilden einen effektvollen Kontrast zum tiefen Hintergrund aus traditioneller blauer Glasurkeramik. Im Inneren lässt sich der Ausstellungsraum leicht für alle Aufgaben anpassen — von klassischer Malerei bis hin zu massiven Installationen. Das semantische Zentrum der Innenraumaufteilung ist ein geräumiger, zweigeschossiger Innenhof-Saal, der speziell für die Präsentation voluminöser Skulpturen konzipiert wurde. Für die natürliche Beleuchtung sorgt hier ein durchdachtes System von Dachfenstern. Auf der Ebene des Erdgeschosses ist die Galerie völlig offen gestaltet: Die Exposition fließt nahtlos nach draußen auf die Straße, von wo aus sich der Blick auf die grüne Promenade des Boulevards und das benachbarte Hotel „Taschkent“ eröffnet. Wie viele mutige Projekte seiner Zeit stieß die Ausstellungshalle anfangs auf scharfe Kritik. Einige Architekturhistoriker warfen den Autoren eine oberflächliche Zitation des historischen Erbes vor, und eine Reihe von Kollegen meinte, dem Gebäude fehle monumentale Größe. Dennoch hat die Zeit alles an seinen Platz gerückt. Heute ist diese Halle mit ihren rhythmischen blauen Arkaden das lebendige Zentrum des künstlerischen Lebens von Taschtents. Besonders intensiv ist dies im Frühling zu spüren. Jedes Jahr Anfang April verwandelt sich das Gebiet rund um das Gebäude in eine riesige Freiluft-Kreativwerkstatt. Studenten von Kunsthochschulen strömen hierher: Sie stellen Staffeleien auf, skizzieren direkt auf den Stufen und Alleen, und hier finden auch offene Studentenausstellungen und Pleinairs statt. Wenn Sie das Glück haben, zu dieser Zeit an der Ausstellungshalle zu sein, werden Sie sehen, wie die moderne Künstlergeneration der Architektur, die vor einem halben Jahrhundert für sie geschaffen wurde, neues Leben einhaucht.
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📷 https://mytashkent.uz/2019/03/11/vystavochnyj-zal-akademii-hudozhestv/
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Architects: R. Khayrutdinov, F. Tursunov, B. Devlikamova, E. Plotsman, B. Tasman
1974
Modernism
Exhibition hall Uzbek Academy of Arts, 40, Sharaf Rashidov Street, Yunus Rajabi mahalla, Yakkasaray District, Tashkent, 100000, Uzbekistan
Museum
Free
Metro station "Mustaqillik maydoni"